FirmaInformationBezeichnung
DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz
Rechnungs­legung / Finanz­berichte
Unternehmensregister
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.06.2023Datum: 12.02.2025Sprache: Deutsch

DILAS Diodenlaser GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.06.2023

Inhaltsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

III. Unabhängigkeit

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

2. Zusammenfassende Beurteilung

F. Schlussbemerkung

Anlagen

1 Bilanz

2 Gewinn- und Verlustrechnung

3 Anhang

4 Lagebericht

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

A. Prüfungsauftrag

Die Geschäftsführung der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, (im Folgenden kurz: „Gesellschaft“) hat uns aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 6. Februar 2024 mit der Prüfung des Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und des Lageberichts beauftragt.

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten sowie die weiteren Bestimmungen der beigefügten Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt“

Der vorliegende Prüfungsbericht richtet sich an die Gesellschaft.

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DILAS Diodenlaser GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DILAS Diodenlaser GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen in den Abschnitten „II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Nachtragsbericht“ des Anhangs sowie im Abschnitt „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ im Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich für die Gesellschaft für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind, ergeben. Weiterhin führt die Geschäftsführung aus, dass diese Liquiditätsabflüsse sowie die eventuelle Rückzahlung der kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden können. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung der Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig. Mit Datum vom 15. Januar 2025 hat die Coherent Corp., Santa Clara, USA, zugunsten der Gesellschaft, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung ist bis zum 15. Januar 2026 befristet.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte:

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Die DILAS entwickelt, fertigt und vertreibt konzernintern konfektionierte Hochleistungs-Laserdioden zum Pumpen von Festkörperlasern und zur Direktanwendung sowie komplette Diodenlasersysteme für die Materialbearbeitung. Die Produktpalette ist aufgrund spezieller Kundenwünsche breit angelegt und wird an Endkunden in aller Welt geliefert. Der Sitz des Unternehmens ist in Mainz, an dem neben vielfältig ausgestatteten Laboren auch ein komplett ausgestatteter Reinraum unterhalten wird. In Freiburg wird eine Betriebsstätte unterhalten.

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Das Geschäftsjahr 2022/2023 ist ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt möglich.

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Im neunmonatigen Geschäftsjahr 2022/2023 konnten bei stabiler Auftragslage Umsatzerlöse von EUR 40,7 Mio. erzielt werden. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 23,2 % bzw. EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 53,0 Mio.) ist zum einen, dem verkürztem Geschäftsjahr geschuldet. Daneben wurden im Geschäftsjahr Preisanpassungen im Intercompany-Bereich vorgenommen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet.

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Vor allem verursacht durch die reduzierten Transferpreise im Intercompany-Bereich ist die Materialeinsatzquote (Materialaufwand zur Gesamtleistung) von 50,5 % im Vorjahr auf 62,2 % im Berichtsjahr gestiegen.

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Die Personalaufwandsquote stieg moderat von 34,5% im Vorjahr auf 37,0% im Berichtsjahr. Der Personalaufwand betrug im neunmonatigen Berichtsjahr EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,1 Mio.).

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Das Ergebnis vor Verlustübernahme liegt bei EUR -10,2 Mio. Der Jahresfehlbetrag spiegelt im Wesentlichen die reduzierten Margen bei konzerninternen Kunden wider.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

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Wesentliche Risikofelder sind für die Gesellschaft unter anderem Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg, Risiken aus der Industriekonzentration und dem Wettbewerb, Risiken bei der Personalbeschaffung sowie Liquiditätsrisiken.

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Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz von rund EUR 41,1 Mio. und für 2024/2025 ist ein Umsatz in Höhe von EUR 34,2 Mio. geplant.

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Die Geschäftsführung erwartet für 2023/2024 eine Verschlechterung des Jahresergebnisses auf EUR -13,5 Mio. Für 2024/2025 sieht die Planung ein Jahresergebnis in Höhe von EUR -11,9 Mio. vor.

Bestandsgefährdende Tatsachen

In Erfüllung unserer Berichtspflicht i. S. d. § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB über Tatsachen, die den Bestand der Kapitalgesellschaft gefährden können, weisen wir besonders auf die von der Geschäftsführung im Abschnitt „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ im Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“ des Lageberichts gemachten Ausführungen hin, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich für die Gesellschaft für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind, ergeben. Weiterhin führt die Geschäftsführung aus, dass diese Liquiditätsabflüsse sowie die eventuelle Rückzahlung der kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden können.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung der Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig, die mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der Gesellschaft, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung ist bis zum 15. Januar 2026 befristet.

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

Sonstige Verstöße

Bei der Durchführung der Abschlussprüfung haben wir die im Folgenden aufgeführten Tatsachen festgestellt, die schwerwiegende Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften darstellen oder erkennen lassen:

Der Vorjahresabschluss und die übrigen vom Gesetz hierfür vorgesehenen Unterlagen sind entgegen § 325 HGB nicht fristgerecht offengelegt worden. Wir haben die Geschäftsführung auf die Offenlegungsfristen hingewiesen.

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht nicht innerhalb der gesetzlichen Aufstellungsfrist gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB aufgestellt. Wir haben die Geschäftsführung auf die Aufstellungsfristen hingewiesen.

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft.

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289.

II. Art und Umfang der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Grundlage unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist die Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines darauf abgestimmten Prüfungsprogramms, mit dem Ziel, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu erlangen, um das Prüfungsrisiko auf ein vertretbar niedriges Maß zu reduzieren. Das Prüfungsprogramm enthält die von den Mitgliedern des Prüfungsteams durchzuführenden Prüfungshandlungen nach Art, zeitlicher Einteilung und Umfang.

Bei der Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern auf Abschluss- und Aussageebene erlangen wir ein Verständnis von dem Unternehmen und dessen Umfeld, einschließlich des internen Kontrollsystems und ggf. der für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen. Diese Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung ergänzen wir um Datenanalysen. Darauf aufbauend führen wir ggf. Funktionsprüfungen durch, um die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen zu beurteilen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, wesentlich falsche Darstellungen aufzudecken.

Bei der Planung und Durchführung der Prüfung als auch bei der Beurteilung der Auswirkungen von identifizierten falschen Darstellungen auf die Prüfung und von etwaigen nicht korrigierten falschen Darstellungen auf den Jahresabschluss und ggf. den Lagebericht haben wir das Konzept der Wesentlichkeit beachtet.

Unser Prüfungsprogramm hat folgende Schwerpunkte umfasst:

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Analyse des Prozesses der Jahresabschlusserstellung sowie weiterer rechnungslegungsbezogener Prozesse;

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Existenz und Bewertung der Vorräte;

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Vollständigkeit der Rückstellungen und Verbindlichkeiten;

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Umsatzerlösrealisierung;

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Prüfung der Angaben im Lagebericht, insbesondere prognostischer Angaben

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Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns besonders damit befasst, ob die gesetzlichen Vertreter den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen angewandt haben. Bei der Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung seiner Tätigkeit haben wir neben dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin insbesondere die von der Coherent Corp., Santa Clara, USA, mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der Gesellschaft abgegebene Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe berücksichtigt, welche bis zum 15. Januar 2026 befristet ist.

Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:

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An der körperlichen Bestandsaufnahme der Bestände haben wir in Mainz beobachtend teilgenommen.

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Von der zutreffenden Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir uns durch Einholung von Saldenbestätigungen nach pflichtgemäßem Ermessen in Stichproben überzeugt.

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Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich haben wir anhand von Saldenabstimmungen mit den jeweiligen Unternehmen geprüft

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Bankbestätigungen haben wir von Kreditinstituten eingeholt. Rechtsanwaltsbestätigungen über schwebende Rechtsstreitigkeiten haben wir erbeten und erhalten.

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Über anhängige Rechtsmittel, strittige Steuerbescheide und bestehende Steuerrisiken haben wir uns vom Steuerberater der Gesellschaft schriftlich berichten lassen.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

III. Unabhängigkeit

Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet.

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf

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die Ordnungsmäßigkeit der Bestandteile des Abschlusses und deren Ableitung aus der Buchführung,

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die Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben,

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die Beachtung der Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften,

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die Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen und

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die Beachtung von Regelungen des Gesellschaftsvertrags, soweit diese den Inhalt der Rechnungslegung betreffen,

erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt B wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben die Berichterstattung über die Organbezüge im Anhang unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nach unserer pflichtgemäßen Beurteilung der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse berechtigterweise eingeschränkt.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden machen wir folgende Angaben:

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß §255 Abs.2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (Absatzmarkt) bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben (Reichweitenverfahren), werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, die als Ansammlungsrückstellungen unter Anwendung des Barwertverfahrens mit einem Verteilungszeitraum bis 2024 bzw. 2027 gebildet werden.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zu weiteren Bewertungsgrundlagen.

2. Zusammenfassende Beurteilung

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

Berlin, 15. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Patzelt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.9.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.008,60 60.169
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.739.990,81 1.702.604
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.092.221,30 5.169.944
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.395,77 395.206
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 494.042,36 596.641
6.660.650,25 7.864.395
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.990.700,00 2.990.700
9.690.358,84 10.915.264
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.727.761,35 25.341.754
2. Unfertige Erzeugnisse 1.455.075,62 1.379.862
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 686.143,18 1.200.666
26.868.980,15 27.922.282
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.432,85 81.469
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.085.715,63 16.826.489
3. Sonstige Vermögensgegenstände 148.864,91 459.748
20.298.013,39 17.367.706
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.464.017,00 20.088.100
57.631.010,54 65.378.088
C. Rechnungsabgrenzungsposten 372.065,12 489.731
67.693.434,50 76.783.083

Passiva

30.9.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.500,00 33.500
II. Kapitalrücklage 40.134.492,97 40.134.493
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 332.236,50 332.237
IV. Gewinnvortrag 2.394.416,03 2.394.416
V. Jahresergebnis 0,00 0
42.894.645,50 42.894.646
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.582.195,80 4.251.016
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.649.669,48 2.337.632
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.190.996,00 27.096.631
3. Sonstige Verbindlichkeiten 375.927,72 203.158
davon aus Steuern EUR 214.570 (Vj. TEUR 254)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vj. TEUR 10)
20.216.593,20 29.637,421
67.693.434,50 76.783.083

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 2023

1.10.2021- 30.9.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.743.260,14 53.070.951
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -439.308,70 -237.922
3. Sonstige betriebliche Erträge 967.383,58 2.609.373
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 244.736 Vj. TEUR 1.292)
41.271.335,02 55.442.402
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.566.093,14 26.310.730
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.116.141,68 1.672.545
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.792.114,65 16.028.886
b) Soziale Abgaben 2.479.974,61 3.107.815
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.856.679,70 2.650.906
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.162.693,02 8.959.804
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.675.799 (Vj. TEUR 216)
50.973.696,81 58.730.686
8. Erträge aus Beteiligungen 80.645,47 147.816
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 80.645 (Vj. TEUR 148)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.516,62 27.157
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 43.421 (Vj. TEUR 26)
davon aus Abzinsung EUR 0 (Vj. TEUR 10)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 597.666,69 144.740
davon an verbundene Unternehmen EUR 597.303 (Vj. TEUR 118)
-473.504,60 30.233
11. Ergebnis nach Steuern -10.175.866,38 -3.258.051
12. Sonstige Steuern 31.631,39 72.354
13. Erträge aus Verlustübernahme 10.207.497,77 3.330.405
14. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft DILAS Diodenlaser GmbH hat ihren Sitz in Mainz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter HRB 46573 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz anzugebende Vermerke überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Wirtschaftsjahr 2022/2023 war ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten um das Geschäftsjahr an das der Konzernmutter anzugleichen. Dadurch sind die Vergleiche zum Vorjahr nur bedingt aussagekräftig.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu wesentlichen Unsicherheiten die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der einbezogenen Kostenbestandteile für die Herstellungskosten bestimmt sich analog zum Umfang der Herstellungskosten für die Bewertung der Vorräte. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände wird ausschließlich linear entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 5 und 15 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 15 Jahre und bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahre. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die in den amtlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, die im Einklang mit den tatsächlichen Nutzungsdauern stehen.

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00 aber nicht EUR 800,00 übersteigen, werden im Geschäftsjahr des Zuganges vollständig abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder den ihnen zum Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet.

In den Vorräten haben wir Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Waren sowie Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (Absatzmarkt) bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden dem Fertigungsgrad entsprechend mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben (Reichweitenverfahren), werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert.

Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, die als Ansammlungsrückstellungen unter Anwendung des Barwertverfahrens mit einem Verteilungszeitraum bis 2024 bzw. 2027 gebildet werden. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind und die auf einer Glättung über 7 Jahre beruhen. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022/2023 je nach Restlaufzeit 0,29 % bis 0,81 %.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag für Ertragsteuerzwecke mit der Muttergesellschaft ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, abgeschlossen. Aufgrund dieser bestehenden Organschaft wurden für das Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 keine Steuerrückstellungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag oder dem höheren Briefkurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden grundsätzlich nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organträgerin ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, für die Organschaft bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Die Zugänge und Umbuchungen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen betreffen im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen. Im Bau befindliche Anlagen werden als separater Posten im Anlagevermögen ausgewiesen und nach Fertigstellung als technische Anlagen aktiviert.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 94,9 %ige Beteiligung als Kommanditist an der im Jahr 2016 gegründeten Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG, Dieburg/Deutschland. Das Eigenkapital der Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG gemäß dem letzten verfügbaren Jahresabschluss zum 30. September 2022 betrug TEUR 3.970, es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 156 erzielt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.197 (Vj. TEUR 12.895). Darüber hinaus betreffen TEUR 10.207 (Vj. TEUR 3.330) Forderungen gegen Gesellschafter aufgrund der Verlustübernahme in Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages und TEUR 625 (Vj. TEUR 601) Forderungen gegen Beteiligungen aufgrund von vereinnahmten Beteiligungserträgen der vorangegangenen Berichtsjahre.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten überwiegend Vorauszahlungen für Aufwendungen des Folgejahres (TEUR 372; Vj. TEUR 490).

Eigenkapital

Das Stammkapital der DILAS Diodenlaser GmbH beträgt unverändert EUR 33.500. Die ROFIN- SINAR Laser GmbH, Hamburg, hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen, Garantieverpflichtungen, Provisionszahlungen, Rückbauverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 20.217 aus (Vj. TEUR 29.637). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.291 (Vj. TEUR 1.197) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.900 (Vj. TEUR 25.900), davon Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.900 (Vj. TEUR 2.900).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 376 (Vj. TEUR 203), hierin enthalten TEUR 215 (Vj. TEUR 254) für Lohnsteuern.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsätze

Im Wesentlichen wurden die Umsätze mit dem Verkauf von Hochleistungs-Laserdioden i. H. v. EUR 32,4 Mio. (Vj. EUR 42,8 Mio.) sowie Diodenlasersystemen in Höhe von EUR 8,4 Mio. (Vj. EUR 10,3 Mio.) erzielt.

Unsere Umsätze wurden mit 24,6 % (Vj. 33,6 %) im Inland und mit 75,4 % (Vj. 66,4 %) im Ausland getätigt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen TEUR 3.621 (Vj. TEUR 4.263). Von diesen Forschungs- und Entwicklungskosten sind Zuschüsse in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 86) abgesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von TEUR 245 (Vj. TEUR 1.292) sowie Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 283 (Vj. TEUR 231) erfasst. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 86).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen eine Belastung für zentrale Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 3.026 (Vj. TEUR 3.938), Aufwand für Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 929 (Vj. TEUR 850), Instandhaltung in Höhe von TEUR 256 (Vj. TEUR 402) und Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 266 (Vj. TEUR 607). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von TEUR 1.676 (Vj. TEUR 216) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 389 (Vj. TEUR 407) für aktienbasierte Vergütungen.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81 (Vj. TEUR 148).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge aus verbundenen Unternehmen betragen TEUR 43 (Vj. TEUR 27).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 598 (Vj. TEUR 145). Hierin sind enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 598 (Vj. TEUR 118).

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 342 (i. Vj. 337) Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

1.10.2022 - 30.6.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
Produktion sowie Forschung und Entwicklung 283 260
Vertrieb, Verwaltung und Allgemeine Dienste 59 77
342 337

Geschäftsführung

Dr. Markus Heinrich Klein Managing Director Components der Dilas Diodenlaser GmbH
Walter Robert Bashaw II President der Coherent Corp, Saxonburg, Pennsylvania/USA (bis 6. September 2024)
Bret DiMarco Executive Vice President and General Counsel der Coherent Inc., Santa Clara, Kalifornien/USA (bis 23. November 2022)
Daniel Hunter Vice President und Corporate Controller der Coherent Inc., Santa Clara, Kalifornien/USA (bis 23. November 2022)
Franz-Josef Walenski General Manager Finance and Administration der Coherent Holding GmbH, Dieburg (bis 9. März 2023)
Mary Jane Raymond Chief Financial Officer and Treasurer of Coherent Corp., Saxonburg, Pennsylvania/USA (ab 23. November 2022 bis 21. Februar 2024)

Da nur Herr Dr. Klein im Berichtsjahr bei der Gesellschaft angestellt war und Bezüge erhalten hat, ist die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin gegenüber der Unicredit Bank für die Inanspruchnahme einer gemeinsamen Avalkreditlinie in Höhe von TEUR 1.000. Zum Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft daraus wegen Gewährung von Darlehen in Höhe von TEUR 339 (Vj. TEUR 516).

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften bestehen derzeit keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.943 (i. Vj. TEUR 1.665), davon sind TEUR 558 (i. Vj. TEUR 511) innerhalb eines Jahres und TEUR 2.384 (i. Vj. TEUR 1.154) innerhalb von 1 bis 5 Jahren fällig.

Für das Grundstück und Gebäude Galileo-Galilei-Straße 10, Mainz, besteht ein Mietvertrag mit einem verbundenen Unternehmen (Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG), der auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in den jährlichen Mietzahlungen in Höhe von TEUR 242.

Mutterunternehmen / Konzernverhältnisse

100 % der Anteile werden von der ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, gehalten.

Die DILAS Diodenlaser GmbH macht von der gemäß § 292 HGB bestehenden Möglichkeit Gebrauch, keinen Konzernabschluss aufzustellen.

Der Jahresabschluss der DILAS Diodenlaser GmbH wird in den Konzernabschluss der Coherent Corp., Saxonburg, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Coherent Corp. wurde unter CIK (Central Index Key) 820318 bei der SEC (U.S. Securities Exchange Commission) in New York/USA, offengelegt. Seine deutsche Übersetzung wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Der Konzernabschluss der Coherent Corp. wird nach amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) erstellt. Von den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden fanden insbesondere in folgenden Bereichen Anwendung:

―

Mit Entstehung einer Rückbauverpflichtung für Einbauten in fremde Grundstücke wird nach US- GAAP eine Asset Retirement Obligation passiviert. Gleichzeitig werden die Anschaffungskosten der Einbauten um den Betrag der Asset Retirement Obligation erhöht und planmäßig über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Nach handelsrechtlichen Vorschriften wird im Berichtsjahr eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen bilanziert.

―

Die handelsrechtliche Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist nach US-GAAP nicht zulässig.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar im Geschäftsjahr betrug TEUR 128 und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Der Geschäftsführer Walter Robert Bashaw II wurde mit Wirkung zum 6. September 2024 abberufen. Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die Coherent Corp. hat mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. unwiderruflich bis 15. Januar 2026 verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann.

 

Mainz, den 15. Januar 2025

DILAS Diodenlaser GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Markus Heinrich Klein, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 758.353,92 0,00 0,00 4.947,50 763.301,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.750.528,87 0,00 0,00 418.944,12 7.169.472,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.839.749,33 0,00 93.159,84 301.812,15 28.048.401,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.867.363,67 0,00 9.108,33 73.935,60 2.932.190,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 596.640,51 697.041,22 0,00 -799.639,37 494.042,36
38.054.282,38 697.041,22 102.268,17 -4.947,50 38.644.107,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.990.700,00 0,00 0,00 0,00 2.990.700,00
41.803.336,30 697.041,22 102.268,17 0,00 42.398.109,35
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 698.184,70 26.108,12 0,00 0,00 724.292,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.047.924,40 381.557,78 0,00 0,00 5.429.482,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.669.805,35 1.315.044,38 28.669,39 0,00 23.956.180,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.472.157,84 133.969,42 8.332,09 0,00 2.597.795,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
30.189.887,59 1.830.571,58 37.001,48 0,00 31.983.457,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
30.888.072,29 1.856.679,70 37.001,48 0,00 32.707.750,51
Buchwerte
30.6.2023 30.9.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.008,60 60.169,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.739.990,81 1.702.604,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.092.221,30 5.169.943,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.395,77 395.205,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 494.042,36 596.640,51
6.660.650,24 7.864.394,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.990.700,00 2.990.700,00
9.690.358,84 10.915.264,01

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 2023

1) Überblick

Die DILAS Diodenlaser GmbH ist ein Tochterunternehmen im weltweit operierenden Coherent-Konzern, dessen oberstes Mutterunternehmen, die Coherent Corp., vormals II-VI Inc., ist und die ihren Sitz in Saxonburg / USA hat. Die Gesellschaft entwickelt, fertigt und vertreibt konzernintern konfektionierte Hochleistungs-Laserdioden zum Pumpen von Festkörperlasern und zur Direktanwendung sowie komplette Diodenlasersysteme für die Materialbearbeitung. Die Produktpalette ist aufgrund spezieller Kundenwünsche breit angelegt und wird an Endkunden in aller Welt geliefert. Der Sitz des Unternehmens ist in Mainz, an dem neben vielfältig ausgestatteten Laboren auch ein komplett ausgestatteter Reinraum unterhalten wird. In Freiburg wird eine Betriebsstätte unterhalten.

In der Gesellschafterversammlung am 17. Januar 2023 wurde eine Änderung des Gesellschaftsvertrages in Bezug auf das Geschäftsjahr vorgenommen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet, einheitlich zum Coherent-Konzern, am 30. Juni des Folgejahres. Für 2023 ergibt sich ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt möglich.

2) Geschäftsverlauf

a) Markt

Nachdem die Weltwirtschaft 2022 mit einem Plus von 3,5 Prozent laut Statistik des Internationalem Währungsfonds1 (IWF) gewachsen ist, lag die Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 laut IWF bei 3,2 Prozent,.

Das Jahr 2024 war maßgeblich durch den Russland-Ukraine Krieg als auch dem Israel Krieg und dessen geopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen geprägt, die Inflationsrate stieg weltweit. Für 2024 und 2025 rechnet der IWF in seinem Outlook vom Oktober 2024 mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent2.

Insbesondere die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur in 2023. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Jahr 2022 leicht um 0,3 Prozent.

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023?cid=ca-com-compd-pubs_belt
2 World Economic Outlook, October 2024: Policy Pivot, Rising Threats

2022 hatte es noch merklich um 1,8 Prozent zugelegt. Die Inflationsrate verminderte sich 2023 zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent3.

Nach der ifo-Konjunkturprognose vom Herbst 2024 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird5.

Zieht man verschiedene Quellen3 heran, gibt es eine breite Übereinstimmung, dass die Umsätze in den für DILAS relevanten Photonics-Märkten weiter wachsen werden und dies bis 2027 mit einer CAGR von 5-10 % erfolgt.

b) Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang und damit die Auftragslage sind im Geschäftsjahr 2022/2023 trotz des Russland- Ukraine Krieges sowie mäßiger Konjunkturentwicklung als gut zu bezeichnen

c) Ertragslage

Die Ertragslage des Berichtsjahres ist nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da es sich in 2022/2023 um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt.

Im neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 konnten bei stabiler Auftragslage Umsatzerlöse in Höhe von EUR 40,7 Mio. erzielt werden. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 23,2 % bzw. EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 53,0 Mio.) ist zum einen dem verkürzten Geschäftsjahr geschuldet. Daneben wurden im Geschäftsjahr Preisanpassungen im Intercompany-Bereich vorgenommen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet.

Vor allem verursacht durch die reduzierten Transferpreise im Intercompany-Bereich ist die Materialeinsatzquote (Materialaufwand zur Gesamtleistung) von 50,5 % im Vorjahr auf 62,2 % im Berichtsjahr gestiegen.

Die Personalaufwandsquote stieg moderat von 34,5 % im Vorjahr auf 37,0 % im Berichtsjahr. Der Personalaufwand betrug im neunmonatigen Berichtsjahr EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,1 Mio.).

Die Mitarbeiterzahl der Stammbelegschaft blieb mit durchschnittlich 342 Mitarbeitern zum Bilanzstichtag nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 337).

3 Ifw2023-annual market review and forecast"
3 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt
5 ifo Konjunkturprognose Herbst 2024: Deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest | Fakten | ifo Institut

Es wurde ein negatives Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR -9,7 Mio. (Vorjahr: EUR -3,3 Mio.) erzielt. Die daraus resultierende EBIT-Marge betrug -23,5 % zur Gesamtleistung (Vorjahr: - 6,0 %).

Das Ergebnis vor Verlustübernahme liegt bei EUR -10,2 Mio. Der Jahresfehlbetrag spiegelt im Wesentlichen die reduzierten Margen bei konzerninternen Kunden wider.

Im Lagebericht des Vorjahres haben wir für das neunmonatige Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 Prognosen für die bedeutsamen internen Steuerungskennzahlen abgegeben. Die prognostizierten Umsatzerlöse von ca. EUR 46,6 Mio. wurden um EUR 5,9 Mio. verfehlt.

Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr höhere Materialaufwandsquote aufgrund der durch Preisanpassungen verringerten Umsatzerlöse, trug dazu bei, dass das EBIT im Rumpfgeschäftsjahr negativ ist. Die Prognose für das neunmonatige Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 sah ein EBIT von EUR 1,9 Mio. vor.

d) Liquidität und Finanzierung

Die Basis unserer Liquidität zum 30. Juni 2023 bildeten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 10,5 Mio. sowie Avalkreditlinien über insgesamt EUR 2,0 Mio. bis auf Widerruf, die teilweise auch von weiteren Unternehmen innerhalb des Konzerns genutzt werden können. Zum Bilanzstichtag waren von der Gesellschaft Avale von EUR 0,1 Mio. sowie von anderen Gesellschaften des Konzerns Avale von EUR 0,4 Mio. aus diesen Linien in Anspruch genommen. Zur Sicherung dieser Avalkreditlinien dienen EUR 1,0 Mio. beschränkt verfügbare Bankguthaben der Coherent Munich GmbH & Co. KG, München. Zum Bilanzstichtag bestanden konzerninterne Darlehen, von EUR 15,9 Mio. (Vorjahr EUR 25,9 Mio.).

Der Cashflow ist im Geschäftsjahr negativ und beträgt EUR -9,6 Mio. (Vorjahr: positiver Cashflow EUR 5,4 Mio.) und ist in Höhe von EUR 10,0 Mio. durch die Tilgung eines Darlehens von verbundenen Unternehmen beeinflusst.

e) Sachinvestitionen

Die Konfektionierung von Hochleistungs-Laserdioden beansprucht eine Vielzahl von hochwertigen Präzisionsmontage- und Messanlagen, die zum Großteil selbst erstellt werden müssen. Im Geschäftsjahr konnte eine Reihe im Bau befindlicher technischer Anlagen fertig gestellt werden, wobei sich das Investitionsvolumen des Berichtsjahres für Sachanlagen auf insgesamt EUR 0,7 Mio. belief.

f) Vermögenslage

Die Bilanzsumme in Höhe von EUR 67,7 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,1 Mio. reduziert.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,7 Mio. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Bankguthaben, welche auf die Tilgung eines konzerninternen Darlehens von EUR 10,0 Mio. zurückzuführen sind. Daneben sind die Vorräte um EUR 1,1 Mio. zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um EUR 3,3 Mio. Darin enthalten ist die Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von EUR 10,2 Mio.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital unverändert. Die Eigenkapitalquote belief sich zum Bilanzstichtag auf 63,4 % (Vj. 55,9 %). Die Rückstellungen von EUR 4,6 Mio. (Vj. EUR 4,3 Mio.) zeigen sich, mit einem Anstieg von EUR 0,3 Mio., auf Vorjahresniveau. Die Veränderung der Verbindlichkeiten um EUR -9,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Tilgung eines konzerninternen Darlehens von EUR 10,0 Mio. sowie auf die Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,7 Mio. zurückzuführen.

g) Forschung und Entwicklung

Als Unternehmen der Hochtechnologie ist das Umfeld durch eine hohe Innovationskraft und relativ kurze Produktlebenszyklen geprägt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind eine der Kernaufgaben im Unternehmen, um den stetigen technologischen Fortschritt zu begleiten und damit die Marktposition zu sichern und auszubauen.

Im 9-monatigen Rumpfgeschäftsjahr wurden von der Gesellschaft nach Abzug von geförderten F&E-Projekten (EUR 0,1 Mio.) 9 % des Umsatzes bzw. EUR 3,6 Mio. in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert. Dies ist eine Erhöhung um 1,1 Prozentpunkte zum Vorjahresniveau.

Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten im Berichtsjahr waren der Ausbau der Hochleistungs-Diodenlasersysteme sowie die Weiterentwicklung der Produktlinie Einzelemitter.

Zur langfristigen Technologieentwicklung ist die Gesellschaft in einer Reihe von öffentlich geförderten nationalen und internationalen Forschungsprojekten Entwicklungspartner im Verbund mit Forschungsinstituten und Industrieunternehmen.

h) Produktion/Beschaffung

Das Hauptprodukt der Gesellschaft ist die konfektionierte Hochleistungs-Laserdiode. Dieses Produkt wurde im Geschäftsjahr in Massenfertigung von mehreren zehntausend Stück unter Reinraumbedingungen gefertigt. Ausgehend von diesem Produkt werden vielfältige Varianten und Bauformen zum Pumpen von Festkörperlasern und zur Direktanwendung bis hin zu kompletten Diodenlasersystemen für die Materialbearbeitung hergestellt. Der komplexe Fertigungsprozess erfordert den Einsatz von speziellen Präzisionsmontageanlagen und darauf intensiv geschulten Mitarbeitern. In den vergangenen Jahren wurde die Produktionskapazität am Standort kontinuierlich ausgebaut. Ein wesentlicher Ausbau der Produktionskapazitäten ist für das kommende Geschäftsjahr nicht geplant.

Als wichtigste Bestandteile der Produkte sind die Laserbarren, Mikrokühler, Mechaniken und die optischen Komponenten zu sehen. Diese werden überwiegend über größere Rahmenaufträge teils bei konzernfremden Dritten, teils bei Coherent Konzerngesellschaften mit vorgegebenen Losgrößen und Lieferterminen beschafft.

i) Qualitätsmanagement

Unser Qualitätsmanagement zeichnet sich durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse auf allen Ebenen des Unternehmens aus. Hervorzuheben sind hier vor allem unsere umfangreichen Wareneingangskontrollen für Key-Komponenten und den damit verbundenen Qualitätssteigerungen bei unseren Endprodukten. Im Geschäftsjahr konnten durch diese Maßnahmen die Reklamationsraten auf einem sehr niedrigen Niveau und die Ausbeuten auf einem konstant hohen Level gehalten werden. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

j) Personal

Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag 342 Mitarbeiter und 7 Auszubildende.

3) Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz und Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern (EBIT) herangezogen. Zu deren Entwicklung verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen.

4) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht wesentlich herangezogen.

5) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen

Aufgrund der derzeitig prognostizierten Wachstumsraten für die Laserbranche sieht die Gesellschaft für sich mittel- bis langfristig weiterhin gute Entwicklungsperspektiven.

Das Management wird sein operatives Geschäft weiterhin an seinen Kernkompetenzen ausrichten und nachstehende Wachstumsziele verfolgen:

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Optimierung vorhandener Produkte und Technologien, inklusive der Effizienzsteigerungen von Basiskomponenten (Laserdioden), Modulen und Diodenlasersystemen.

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Entwicklung komplexer, technologischer Komponenten und Systeme für neue Anwendungen zur Erschließung neuer Absatzmärkte.

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Ausbau des Absatzes in Wachstumsregionen.

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Stärkung der Markt- und Technologiepräsenz in strategisch wichtigen Branchen.

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Konsequente Erweiterung der Produktpalette und Anbieten von kundenspezifischen Lösungen als Basis für ein kontinuierliches Umsatzwachstum.

Risiken

a) Auswirkungen geopolitischer Spannungen

Derzeit gibt es weltweit mehrere geopolitische Spannungsfelder. Zu nennen sind u.a. der andauernde Russland-Ukraine-Krieg sowie die Spannungen im Nahen Osten.

Wesentliche Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in der Ukraine oder in Russland sowie zu Ländern im Nahen Osten unterhält die Gesellschaft nicht, so dass keine wesentlichen Risiken hinsichtlich des Ausfalls von Lieferanten oder Kunden bestehen. Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft sind derzeit im Wesentlichen in steigenden Rohstoff- und Energiepreisen zu sehen, die durch steigende Verkaufspreise kompensiert werden sollen.

b) Industriekonzentration und Zyklen

Als Zulieferer für die Laserindustrie unterliegt das Unternehmen indirekt den gleichen konjunkturellen Abhängigkeiten und Schwankungen wie dieser Industriezweig. Die Laserindustrie ist in hohem Maße vom Investitionsbedarf der Maschinenbau-, Automobil- sowie der Halbleiter- und Elektronikindustrie abhängig. Diese Branchen sind zyklisch und haben in der Vergangenheit immer wieder Abschnitte von Überangeboten erfahren, die zu einer verminderten Nachfrage nach Produkten der Laserindustrie führten. Diese rückläufige Nachfrage kann sich auch für die Gesellschaft nachteilig auswirken, da dies zwangsläufig auch zu einer geringeren Nachfrage nach DILAS-Produkten führen könnte.

Abhängigkeiten und Risiken bestehen indirekt auch aufgrund der Konzentration auf wenige bedeutende Endabnehmer außerhalb des Coherent Konzerns, die von unseren verbundenen Vertriebsunternehmen beliefert werden. Das Herausfallen eines dieser Endkunden würde zwangsläufig negative Einflüsse auf den Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft haben.

c) Wettbewerb

Die Wettbewerbssituation ist im Bereich der Herstellung konfektionierter Hochleistungs-Laserdioden recht überschaubar. Im Wesentlichen wird der Markt von einer geringen Anzahl von Unternehmen bedient. Risiken könnten im Auftreten neuer und größerer Unternehmen bestehen, denen bessere finanzielle oder technische Möglichkeiten, mehr Personal und ein größeres Vertriebsnetz als der Gesellschaft zur Verfügung stehen.

d) Risiken bei der Personalbeschaffung

Der Erhalt eines qualifizierten Mitarbeiterstamms ist Voraussetzung für das Unternehmen. Die Gesellschaft benötigt für ihre Produktion und vor allem für ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit hochqualifizierte Mitarbeiter. Nicht oder nicht kurzfristig zu besetzende Stellen können einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben.

e) Prozessrisiko durch neue Fertigungsverfahren und Fertigungsanlagen

Während der Einführung oder Änderung von Fertigungsverfahren und Fertigungsanlagen ist unter Umständen kurzfristig mit einem erhöhten Ausbeute- und Qualitätsrisiko zu rechnen. Erfahrungsgemäß benötigen neue Fertigungsverfahren einige Zeit, bis sie vollständig stabil laufen.

f) Wechselkursrisiko

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 32,9 % der Umsätze in Fremdwährungen, überwiegend in US-Dollar (25,5 %) und Chinesischen Renminbi Yuan (4,4 %), abgewickelt. Der Hauptanteil des Umsatzes wurde somit in EURO fakturiert.

Durch zukünftige Fluktuationen von Fremdwährungen ist nicht auszuschließen, dass Änderungen der Wechselkursraten einen materiellen Nachteil auf den Geschäftsverlauf, die finanziellen Bedingungen oder das Ergebnis haben werden.

g) Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagement wird zentral von den Coherent Vertriebsgesellschaften durchgeführt und basiert u. a. auf Einzelfallprüfungen der Kunden. Neben der Beurteilung der Kreditwürdigkeit durch die Vertriebsgesellschaften erfolgt die Abwicklung über Anzahlungen, Letter-of-credits oder Bürgschaften. Ausfall- und Zahlungsstromänderungsrisiken betreffend Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund der guten Bonität dieser Unternehmen als gering einzuschätzen.

Die Verkäufe werden größtenteils in Euro abgewickelt. Risiken, die aus Fremdwährungsgeschäften resultieren, werden von der Konzernzentrale in den USA gemanagt und bei Beschaffungs- und Absatzvorgängen der Gesellschaft berücksichtigt.

h) Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft hat neben den Avalkreditlinien keine eigenen Bankkreditlinien. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Coherent Konzerns.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, so dass der Gesellschaft anfallende Verluste ausgeglichen werden. Der Ergebnisabführungsvertrag ist zum Datum dieser Berichterstattung nicht gekündigt. Die entsprechenden Liquiditätszuflüsse sind in der von uns erstellten Liquiditätsplanung berücksichtigt.

Die Gesellschaft finanziert sich durch Darlehen von verbundenen Unternehmen, die kurzfristig auf Anforderung des Darlehensgebers fällig gestellt werden können. Nach der von uns aufgestellten Liquiditätsplanung ergeben sich für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind.

Diese Liquiditätsabflüsse sowie eventuelle Darlehensrückzahlungen an verbundene Unternehmen können nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung durch die Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig. Die mittelbare Gesellschafterin hat mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. unwiderruflich bis 15. Januar 2026 verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die diesbezügliche Abhängigkeit stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

i) Sonstige Risiken

Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit den deutschen Behörden über eine Export Compliance Angelegenheit. Auf Basis der von uns freiwillig übergebenen Informationen haben die deutschen Ermittlungsbehörden, vermutlich Ende 2018, Ermittlungen gegen vier ehemalige Mitarbeiter von DILAS eingeleitet, darunter einen der ehemaligen Geschäftsführer von DILAS. Die Ermittlungen betreffen bis zu 44 Fälle im Zeitraum von Oktober 2015 bis Februar 2018 mit einem Gesamtverkaufswert von ca. EUR 1.200.000. Sollten (i) die Ermittlungen Verstöße gegen Exportkontrollvorschriften bestätigen und (ii) einer der ehemaligen Mitarbeiter von DILAS in einem Hauptverfahren wegen Verstoßes gegen die Exportkontrollvorschriften verurteilt werden, sehen wir ein hohes Risiko, dass das zuständige Gericht die Einziehung der Erlöse aus den damit verbundenen Geschäften gegenüber DILAS anordnen wird (in der Regel der betroffenen Umsatzerlöse). Darüber hinaus könnte die Staatsanwaltschaft oder das zuständige Gericht auch Geldbußen gegen DILAS verhängen, wobei wir allerdings derzeit nicht erwarten, dass die Staatsanwaltschaft oder das zuständige Gericht gegen DILAS erhebliche Geldbußen verhängen wird.

6) Ausblick

Die Dilas Diodenlaser GmbH hat erfolgreich neue Fertigungskapazitäten für zwei ihrer zentralen Produktlinien - MF-Module und Single Emitter - auf den Philippinen etabliert. Dieser Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der globalen Produktionsstrategie des Unternehmens und unterstreicht die Bedeutung der Standortdiversifizierung.

Die Serienproduktion an diesem neuen Standort wird planmäßig im Dezember 2024 aufgenommen. Im Rahmen der Fertigung wird die Nutzung der Technologie durch Lizenzgebühren geregelt, die an die Dilas Diodenlaser GmbH entrichtet werden.

Gemäß dem vorläufigen Jahresabschluss nach HGB gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einen Umsatz von EUR 41,4 Mio. aus. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir aufgrund der derzeitigen Planungen einen Umsatz in Höhe von EUR 34,2 Mio.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug der Personalbestand 319. Für 2024/2025 wird mit einem niedrigeren Personalbestand gerechnet.

Der sich im vorläufigen HGB-Abschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 ergebende Jahresfehlbetrag beträgt EUR 13,3 Mio. Für 2024/2025 sieht die Planung einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 11,9 Mio. vor.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren ausreichende finanzielle Mittel vorhanden, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage war, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 wird mit einem leicht sinkenden Investitionsvolumen gerechnet.

 

Mainz, den 15. Januar 2025

DILAS Diodenlaser GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Markus Heinrich Klein, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Im Prüfungsbericht fasst der Abschlussprüfer die Ergebnisse seiner Arbeit insbesondere für jene Organe des Unternehmens zusammen, denen die Überwachung obliegt. Der Prüfungsbericht hat dabei die Aufgabe, durch die Dokumentation wesentlicher Prüfungsfeststellungen die Überwachung des Unternehmens durch das zuständige Organ zu unterstützen. Er richtet sich daher - unbeschadet eines etwaigen, durch spezialgesetzliche Vorschriften begründeten Rechts Dritter zum Empfang oder zur Einsichtnahme - ausschließlich an Organe des Unternehmens zur unternehmensinternen Verwendung.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“ in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Dieser Prüfungsbericht ist ausschließlich dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen der Organe des Unternehmens zu sein, und ist nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden, sodass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Prüfungsberichts und/oder Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach der Erteilung des Bestätigungsvermerks eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine gesetzliche Verpflichtung besteht.

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