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DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz | Rechnungslegung / Finanzberichte Unternehmensregister | Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.06.2023Datum: 12.02.2025Sprache: Deutsch |
DILAS Diodenlaser GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.06.2023Inhaltsverzeichnis A. Prüfungsauftrag B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks C. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße D. Prüfungsdurchführung I. Gegenstand der Prüfung II. Art und Umfang der Prüfung III. Unabhängigkeit E. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Bewertungsgrundlagen 2. Zusammenfassende Beurteilung F. Schlussbemerkung Anlagen 1 Bilanz 2 Gewinn- und Verlustrechnung 3 Anhang 4 Lagebericht Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. A. Prüfungsauftrag Die Geschäftsführung der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, (im Folgenden kurz: „Gesellschaft“) hat uns aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 6. Februar 2024 mit der Prüfung des Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und des Lageberichts beauftragt. Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten sowie die weiteren Bestimmungen der beigefügten Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt“ Der vorliegende Prüfungsbericht richtet sich an die Gesellschaft. B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DILAS Diodenlaser GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DILAS Diodenlaser GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in den Abschnitten „II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Nachtragsbericht“ des Anhangs sowie im Abschnitt „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ im Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich für die Gesellschaft für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind, ergeben. Weiterhin führt die Geschäftsführung aus, dass diese Liquiditätsabflüsse sowie die eventuelle Rückzahlung der kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden können. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung der Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig. Mit Datum vom 15. Januar 2025 hat die Coherent Corp., Santa Clara, USA, zugunsten der Gesellschaft, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung ist bis zum 15. Januar 2026 befristet. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“ C. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte:
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:
Bestandsgefährdende Tatsachen In Erfüllung unserer Berichtspflicht i. S. d. § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB über Tatsachen, die den Bestand der Kapitalgesellschaft gefährden können, weisen wir besonders auf die von der Geschäftsführung im Abschnitt „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ im Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“ des Lageberichts gemachten Ausführungen hin, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich für die Gesellschaft für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind, ergeben. Weiterhin führt die Geschäftsführung aus, dass diese Liquiditätsabflüsse sowie die eventuelle Rückzahlung der kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden können. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung der Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig, die mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der Gesellschaft, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung ist bis zum 15. Januar 2026 befristet. II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße Sonstige Verstöße Bei der Durchführung der Abschlussprüfung haben wir die im Folgenden aufgeführten Tatsachen festgestellt, die schwerwiegende Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften darstellen oder erkennen lassen: Der Vorjahresabschluss und die übrigen vom Gesetz hierfür vorgesehenen Unterlagen sind entgegen § 325 HGB nicht fristgerecht offengelegt worden. Wir haben die Geschäftsführung auf die Offenlegungsfristen hingewiesen. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht nicht innerhalb der gesetzlichen Aufstellungsfrist gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB aufgestellt. Wir haben die Geschäftsführung auf die Aufstellungsfristen hingewiesen. D. Prüfungsdurchführung I. Gegenstand der Prüfung Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289. II. Art und Umfang der Prüfung Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Grundlage unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist die Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines darauf abgestimmten Prüfungsprogramms, mit dem Ziel, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu erlangen, um das Prüfungsrisiko auf ein vertretbar niedriges Maß zu reduzieren. Das Prüfungsprogramm enthält die von den Mitgliedern des Prüfungsteams durchzuführenden Prüfungshandlungen nach Art, zeitlicher Einteilung und Umfang. Bei der Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern auf Abschluss- und Aussageebene erlangen wir ein Verständnis von dem Unternehmen und dessen Umfeld, einschließlich des internen Kontrollsystems und ggf. der für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen. Diese Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung ergänzen wir um Datenanalysen. Darauf aufbauend führen wir ggf. Funktionsprüfungen durch, um die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen zu beurteilen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, wesentlich falsche Darstellungen aufzudecken. Bei der Planung und Durchführung der Prüfung als auch bei der Beurteilung der Auswirkungen von identifizierten falschen Darstellungen auf die Prüfung und von etwaigen nicht korrigierten falschen Darstellungen auf den Jahresabschluss und ggf. den Lagebericht haben wir das Konzept der Wesentlichkeit beachtet. Unser Prüfungsprogramm hat folgende Schwerpunkte umfasst:
Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:
Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt. III. Unabhängigkeit Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet. E. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt. Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf
erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt B wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt. Die gesetzlichen Vertreter haben die Berichterstattung über die Organbezüge im Anhang unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nach unserer pflichtgemäßen Beurteilung der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse berechtigterweise eingeschränkt. II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Bewertungsgrundlagen Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden machen wir folgende Angaben: Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß §255 Abs.2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (Absatzmarkt) bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben (Reichweitenverfahren), werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, die als Ansammlungsrückstellungen unter Anwendung des Barwertverfahrens mit einem Verteilungszeitraum bis 2024 bzw. 2027 gebildet werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zu weiteren Bewertungsgrundlagen. 2. Zusammenfassende Beurteilung Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. F. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. Juni 2023 der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).
Berlin, 15. Januar 2025 EY GmbH & Co. KG Canzler, Wirtschaftsprüfer Patzelt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft DILAS Diodenlaser GmbH hat ihren Sitz in Mainz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter HRB 46573 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz anzugebende Vermerke überwiegend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Wirtschaftsjahr 2022/2023 war ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten um das Geschäftsjahr an das der Konzernmutter anzugleichen. Dadurch sind die Vergleiche zum Vorjahr nur bedingt aussagekräftig. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu wesentlichen Unsicherheiten die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter „5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ Unterabschnitt „h) Liquiditätsrisiko“. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der einbezogenen Kostenbestandteile für die Herstellungskosten bestimmt sich analog zum Umfang der Herstellungskosten für die Bewertung der Vorräte. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände wird ausschließlich linear entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 5 und 15 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 15 Jahre und bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahre. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die in den amtlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, die im Einklang mit den tatsächlichen Nutzungsdauern stehen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00 aber nicht EUR 800,00 übersteigen, werden im Geschäftsjahr des Zuganges vollständig abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder den ihnen zum Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. In den Vorräten haben wir Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Waren sowie Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (Absatzmarkt) bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden dem Fertigungsgrad entsprechend mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben (Reichweitenverfahren), werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert. Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, die als Ansammlungsrückstellungen unter Anwendung des Barwertverfahrens mit einem Verteilungszeitraum bis 2024 bzw. 2027 gebildet werden. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind und die auf einer Glättung über 7 Jahre beruhen. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022/2023 je nach Restlaufzeit 0,29 % bis 0,81 %. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag für Ertragsteuerzwecke mit der Muttergesellschaft ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, abgeschlossen. Aufgrund dieser bestehenden Organschaft wurden für das Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 keine Steuerrückstellungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag oder dem höheren Briefkurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden grundsätzlich nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organträgerin ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, für die Organschaft bilanziert. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Zugänge und Umbuchungen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen betreffen im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen. Im Bau befindliche Anlagen werden als separater Posten im Anlagevermögen ausgewiesen und nach Fertigstellung als technische Anlagen aktiviert. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 94,9 %ige Beteiligung als Kommanditist an der im Jahr 2016 gegründeten Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG, Dieburg/Deutschland. Das Eigenkapital der Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG gemäß dem letzten verfügbaren Jahresabschluss zum 30. September 2022 betrug TEUR 3.970, es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 156 erzielt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.197 (Vj. TEUR 12.895). Darüber hinaus betreffen TEUR 10.207 (Vj. TEUR 3.330) Forderungen gegen Gesellschafter aufgrund der Verlustübernahme in Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages und TEUR 625 (Vj. TEUR 601) Forderungen gegen Beteiligungen aufgrund von vereinnahmten Beteiligungserträgen der vorangegangenen Berichtsjahre. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten überwiegend Vorauszahlungen für Aufwendungen des Folgejahres (TEUR 372; Vj. TEUR 490). Eigenkapital Das Stammkapital der DILAS Diodenlaser GmbH beträgt unverändert EUR 33.500. Die ROFIN- SINAR Laser GmbH, Hamburg, hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen, Garantieverpflichtungen, Provisionszahlungen, Rückbauverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 20.217 aus (Vj. TEUR 29.637). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.291 (Vj. TEUR 1.197) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.900 (Vj. TEUR 25.900), davon Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.900 (Vj. TEUR 2.900). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 376 (Vj. TEUR 203), hierin enthalten TEUR 215 (Vj. TEUR 254) für Lohnsteuern. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsätze Im Wesentlichen wurden die Umsätze mit dem Verkauf von Hochleistungs-Laserdioden i. H. v. EUR 32,4 Mio. (Vj. EUR 42,8 Mio.) sowie Diodenlasersystemen in Höhe von EUR 8,4 Mio. (Vj. EUR 10,3 Mio.) erzielt. Unsere Umsätze wurden mit 24,6 % (Vj. 33,6 %) im Inland und mit 75,4 % (Vj. 66,4 %) im Ausland getätigt. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen TEUR 3.621 (Vj. TEUR 4.263). Von diesen Forschungs- und Entwicklungskosten sind Zuschüsse in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 86) abgesetzt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von TEUR 245 (Vj. TEUR 1.292) sowie Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 283 (Vj. TEUR 231) erfasst. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 86). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen eine Belastung für zentrale Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 3.026 (Vj. TEUR 3.938), Aufwand für Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 929 (Vj. TEUR 850), Instandhaltung in Höhe von TEUR 256 (Vj. TEUR 402) und Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 266 (Vj. TEUR 607). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von TEUR 1.676 (Vj. TEUR 216) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 389 (Vj. TEUR 407) für aktienbasierte Vergütungen. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81 (Vj. TEUR 148). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinserträge aus verbundenen Unternehmen betragen TEUR 43 (Vj. TEUR 27). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 598 (Vj. TEUR 145). Hierin sind enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 598 (Vj. TEUR 118). V. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 342 (i. Vj. 337) Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
Geschäftsführung
Da nur Herr Dr. Klein im Berichtsjahr bei der Gesellschaft angestellt war und Bezüge erhalten hat, ist die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin gegenüber der Unicredit Bank für die Inanspruchnahme einer gemeinsamen Avalkreditlinie in Höhe von TEUR 1.000. Zum Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft daraus wegen Gewährung von Darlehen in Höhe von TEUR 339 (Vj. TEUR 516). Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften bestehen derzeit keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.943 (i. Vj. TEUR 1.665), davon sind TEUR 558 (i. Vj. TEUR 511) innerhalb eines Jahres und TEUR 2.384 (i. Vj. TEUR 1.154) innerhalb von 1 bis 5 Jahren fällig. Für das Grundstück und Gebäude Galileo-Galilei-Straße 10, Mainz, besteht ein Mietvertrag mit einem verbundenen Unternehmen (Coherent Real Estate 2 GmbH & Co. KG), der auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in den jährlichen Mietzahlungen in Höhe von TEUR 242. Mutterunternehmen / Konzernverhältnisse 100 % der Anteile werden von der ROFIN-SINAR Laser GmbH, Hamburg, gehalten. Die DILAS Diodenlaser GmbH macht von der gemäß § 292 HGB bestehenden Möglichkeit Gebrauch, keinen Konzernabschluss aufzustellen. Der Jahresabschluss der DILAS Diodenlaser GmbH wird in den Konzernabschluss der Coherent Corp., Saxonburg, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Coherent Corp. wurde unter CIK (Central Index Key) 820318 bei der SEC (U.S. Securities Exchange Commission) in New York/USA, offengelegt. Seine deutsche Übersetzung wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der Coherent Corp. wird nach amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) erstellt. Von den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden fanden insbesondere in folgenden Bereichen Anwendung:
Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar im Geschäftsjahr betrug TEUR 128 und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Der Geschäftsführer Walter Robert Bashaw II wurde mit Wirkung zum 6. September 2024 abberufen. Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Coherent Corp. hat mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. unwiderruflich bis 15. Januar 2026 verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann.
Mainz, den 15. Januar 2025 DILAS Diodenlaser GmbH Die Geschäftsführung Dr. Markus Heinrich Klein, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für 2022/2023
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. Juni 20231) Überblick Die DILAS Diodenlaser GmbH ist ein Tochterunternehmen im weltweit operierenden Coherent-Konzern, dessen oberstes Mutterunternehmen, die Coherent Corp., vormals II-VI Inc., ist und die ihren Sitz in Saxonburg / USA hat. Die Gesellschaft entwickelt, fertigt und vertreibt konzernintern konfektionierte Hochleistungs-Laserdioden zum Pumpen von Festkörperlasern und zur Direktanwendung sowie komplette Diodenlasersysteme für die Materialbearbeitung. Die Produktpalette ist aufgrund spezieller Kundenwünsche breit angelegt und wird an Endkunden in aller Welt geliefert. Der Sitz des Unternehmens ist in Mainz, an dem neben vielfältig ausgestatteten Laboren auch ein komplett ausgestatteter Reinraum unterhalten wird. In Freiburg wird eine Betriebsstätte unterhalten. In der Gesellschafterversammlung am 17. Januar 2023 wurde eine Änderung des Gesellschaftsvertrages in Bezug auf das Geschäftsjahr vorgenommen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet, einheitlich zum Coherent-Konzern, am 30. Juni des Folgejahres. Für 2023 ergibt sich ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt möglich. 2) Geschäftsverlauf a) Markt Nachdem die Weltwirtschaft 2022 mit einem Plus von 3,5 Prozent laut Statistik des Internationalem Währungsfonds1 (IWF) gewachsen ist, lag die Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 laut IWF bei 3,2 Prozent,. Das Jahr 2024 war maßgeblich durch den Russland-Ukraine Krieg als auch dem Israel Krieg und dessen geopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen geprägt, die Inflationsrate stieg weltweit. Für 2024 und 2025 rechnet der IWF in seinem Outlook vom Oktober 2024 mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent2. Insbesondere die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur in 2023. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Jahr 2022 leicht um 0,3 Prozent.
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https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023?cid=ca-com-compd-pubs_belt 2022 hatte es noch merklich um 1,8 Prozent zugelegt. Die Inflationsrate verminderte sich 2023 zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent3. Nach der ifo-Konjunkturprognose vom Herbst 2024 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird5. Zieht man verschiedene Quellen3 heran, gibt es eine breite Übereinstimmung, dass die Umsätze in den für DILAS relevanten Photonics-Märkten weiter wachsen werden und dies bis 2027 mit einer CAGR von 5-10 % erfolgt. b) Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang und damit die Auftragslage sind im Geschäftsjahr 2022/2023 trotz des Russland- Ukraine Krieges sowie mäßiger Konjunkturentwicklung als gut zu bezeichnen c) Ertragslage Die Ertragslage des Berichtsjahres ist nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da es sich in 2022/2023 um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt. Im neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 konnten bei stabiler Auftragslage Umsatzerlöse in Höhe von EUR 40,7 Mio. erzielt werden. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 23,2 % bzw. EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 53,0 Mio.) ist zum einen dem verkürzten Geschäftsjahr geschuldet. Daneben wurden im Geschäftsjahr Preisanpassungen im Intercompany-Bereich vorgenommen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet. Vor allem verursacht durch die reduzierten Transferpreise im Intercompany-Bereich ist die Materialeinsatzquote (Materialaufwand zur Gesamtleistung) von 50,5 % im Vorjahr auf 62,2 % im Berichtsjahr gestiegen. Die Personalaufwandsquote stieg moderat von 34,5 % im Vorjahr auf 37,0 % im Berichtsjahr. Der Personalaufwand betrug im neunmonatigen Berichtsjahr EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,1 Mio.). Die Mitarbeiterzahl der Stammbelegschaft blieb mit durchschnittlich 342 Mitarbeitern zum Bilanzstichtag nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 337).
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Ifw2023-annual market review and forecast" Es wurde ein negatives Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR -9,7 Mio. (Vorjahr: EUR -3,3 Mio.) erzielt. Die daraus resultierende EBIT-Marge betrug -23,5 % zur Gesamtleistung (Vorjahr: - 6,0 %). Das Ergebnis vor Verlustübernahme liegt bei EUR -10,2 Mio. Der Jahresfehlbetrag spiegelt im Wesentlichen die reduzierten Margen bei konzerninternen Kunden wider. Im Lagebericht des Vorjahres haben wir für das neunmonatige Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 Prognosen für die bedeutsamen internen Steuerungskennzahlen abgegeben. Die prognostizierten Umsatzerlöse von ca. EUR 46,6 Mio. wurden um EUR 5,9 Mio. verfehlt. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr höhere Materialaufwandsquote aufgrund der durch Preisanpassungen verringerten Umsatzerlöse, trug dazu bei, dass das EBIT im Rumpfgeschäftsjahr negativ ist. Die Prognose für das neunmonatige Rumpfgeschäftsjahr 2022/2023 sah ein EBIT von EUR 1,9 Mio. vor. d) Liquidität und Finanzierung Die Basis unserer Liquidität zum 30. Juni 2023 bildeten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 10,5 Mio. sowie Avalkreditlinien über insgesamt EUR 2,0 Mio. bis auf Widerruf, die teilweise auch von weiteren Unternehmen innerhalb des Konzerns genutzt werden können. Zum Bilanzstichtag waren von der Gesellschaft Avale von EUR 0,1 Mio. sowie von anderen Gesellschaften des Konzerns Avale von EUR 0,4 Mio. aus diesen Linien in Anspruch genommen. Zur Sicherung dieser Avalkreditlinien dienen EUR 1,0 Mio. beschränkt verfügbare Bankguthaben der Coherent Munich GmbH & Co. KG, München. Zum Bilanzstichtag bestanden konzerninterne Darlehen, von EUR 15,9 Mio. (Vorjahr EUR 25,9 Mio.). Der Cashflow ist im Geschäftsjahr negativ und beträgt EUR -9,6 Mio. (Vorjahr: positiver Cashflow EUR 5,4 Mio.) und ist in Höhe von EUR 10,0 Mio. durch die Tilgung eines Darlehens von verbundenen Unternehmen beeinflusst. e) Sachinvestitionen Die Konfektionierung von Hochleistungs-Laserdioden beansprucht eine Vielzahl von hochwertigen Präzisionsmontage- und Messanlagen, die zum Großteil selbst erstellt werden müssen. Im Geschäftsjahr konnte eine Reihe im Bau befindlicher technischer Anlagen fertig gestellt werden, wobei sich das Investitionsvolumen des Berichtsjahres für Sachanlagen auf insgesamt EUR 0,7 Mio. belief. f) Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von EUR 67,7 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,1 Mio. reduziert. Das Umlaufvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,7 Mio. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Bankguthaben, welche auf die Tilgung eines konzerninternen Darlehens von EUR 10,0 Mio. zurückzuführen sind. Daneben sind die Vorräte um EUR 1,1 Mio. zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um EUR 3,3 Mio. Darin enthalten ist die Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von EUR 10,2 Mio. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital unverändert. Die Eigenkapitalquote belief sich zum Bilanzstichtag auf 63,4 % (Vj. 55,9 %). Die Rückstellungen von EUR 4,6 Mio. (Vj. EUR 4,3 Mio.) zeigen sich, mit einem Anstieg von EUR 0,3 Mio., auf Vorjahresniveau. Die Veränderung der Verbindlichkeiten um EUR -9,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Tilgung eines konzerninternen Darlehens von EUR 10,0 Mio. sowie auf die Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,7 Mio. zurückzuführen. g) Forschung und Entwicklung Als Unternehmen der Hochtechnologie ist das Umfeld durch eine hohe Innovationskraft und relativ kurze Produktlebenszyklen geprägt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind eine der Kernaufgaben im Unternehmen, um den stetigen technologischen Fortschritt zu begleiten und damit die Marktposition zu sichern und auszubauen. Im 9-monatigen Rumpfgeschäftsjahr wurden von der Gesellschaft nach Abzug von geförderten F&E-Projekten (EUR 0,1 Mio.) 9 % des Umsatzes bzw. EUR 3,6 Mio. in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert. Dies ist eine Erhöhung um 1,1 Prozentpunkte zum Vorjahresniveau. Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten im Berichtsjahr waren der Ausbau der Hochleistungs-Diodenlasersysteme sowie die Weiterentwicklung der Produktlinie Einzelemitter. Zur langfristigen Technologieentwicklung ist die Gesellschaft in einer Reihe von öffentlich geförderten nationalen und internationalen Forschungsprojekten Entwicklungspartner im Verbund mit Forschungsinstituten und Industrieunternehmen. h) Produktion/Beschaffung Das Hauptprodukt der Gesellschaft ist die konfektionierte Hochleistungs-Laserdiode. Dieses Produkt wurde im Geschäftsjahr in Massenfertigung von mehreren zehntausend Stück unter Reinraumbedingungen gefertigt. Ausgehend von diesem Produkt werden vielfältige Varianten und Bauformen zum Pumpen von Festkörperlasern und zur Direktanwendung bis hin zu kompletten Diodenlasersystemen für die Materialbearbeitung hergestellt. Der komplexe Fertigungsprozess erfordert den Einsatz von speziellen Präzisionsmontageanlagen und darauf intensiv geschulten Mitarbeitern. In den vergangenen Jahren wurde die Produktionskapazität am Standort kontinuierlich ausgebaut. Ein wesentlicher Ausbau der Produktionskapazitäten ist für das kommende Geschäftsjahr nicht geplant. Als wichtigste Bestandteile der Produkte sind die Laserbarren, Mikrokühler, Mechaniken und die optischen Komponenten zu sehen. Diese werden überwiegend über größere Rahmenaufträge teils bei konzernfremden Dritten, teils bei Coherent Konzerngesellschaften mit vorgegebenen Losgrößen und Lieferterminen beschafft. i) Qualitätsmanagement Unser Qualitätsmanagement zeichnet sich durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse auf allen Ebenen des Unternehmens aus. Hervorzuheben sind hier vor allem unsere umfangreichen Wareneingangskontrollen für Key-Komponenten und den damit verbundenen Qualitätssteigerungen bei unseren Endprodukten. Im Geschäftsjahr konnten durch diese Maßnahmen die Reklamationsraten auf einem sehr niedrigen Niveau und die Ausbeuten auf einem konstant hohen Level gehalten werden. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. j) Personal Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag 342 Mitarbeiter und 7 Auszubildende. 3) Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz und Ergebnis vor Beteiligungserträgen, Zinsen und Steuern (EBIT) herangezogen. Zu deren Entwicklung verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen. 4) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht wesentlich herangezogen. 5) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancen Aufgrund der derzeitig prognostizierten Wachstumsraten für die Laserbranche sieht die Gesellschaft für sich mittel- bis langfristig weiterhin gute Entwicklungsperspektiven. Das Management wird sein operatives Geschäft weiterhin an seinen Kernkompetenzen ausrichten und nachstehende Wachstumsziele verfolgen:
Risiken a) Auswirkungen geopolitischer Spannungen Derzeit gibt es weltweit mehrere geopolitische Spannungsfelder. Zu nennen sind u.a. der andauernde Russland-Ukraine-Krieg sowie die Spannungen im Nahen Osten. Wesentliche Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in der Ukraine oder in Russland sowie zu Ländern im Nahen Osten unterhält die Gesellschaft nicht, so dass keine wesentlichen Risiken hinsichtlich des Ausfalls von Lieferanten oder Kunden bestehen. Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft sind derzeit im Wesentlichen in steigenden Rohstoff- und Energiepreisen zu sehen, die durch steigende Verkaufspreise kompensiert werden sollen. b) Industriekonzentration und Zyklen Als Zulieferer für die Laserindustrie unterliegt das Unternehmen indirekt den gleichen konjunkturellen Abhängigkeiten und Schwankungen wie dieser Industriezweig. Die Laserindustrie ist in hohem Maße vom Investitionsbedarf der Maschinenbau-, Automobil- sowie der Halbleiter- und Elektronikindustrie abhängig. Diese Branchen sind zyklisch und haben in der Vergangenheit immer wieder Abschnitte von Überangeboten erfahren, die zu einer verminderten Nachfrage nach Produkten der Laserindustrie führten. Diese rückläufige Nachfrage kann sich auch für die Gesellschaft nachteilig auswirken, da dies zwangsläufig auch zu einer geringeren Nachfrage nach DILAS-Produkten führen könnte. Abhängigkeiten und Risiken bestehen indirekt auch aufgrund der Konzentration auf wenige bedeutende Endabnehmer außerhalb des Coherent Konzerns, die von unseren verbundenen Vertriebsunternehmen beliefert werden. Das Herausfallen eines dieser Endkunden würde zwangsläufig negative Einflüsse auf den Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft haben. c) Wettbewerb Die Wettbewerbssituation ist im Bereich der Herstellung konfektionierter Hochleistungs-Laserdioden recht überschaubar. Im Wesentlichen wird der Markt von einer geringen Anzahl von Unternehmen bedient. Risiken könnten im Auftreten neuer und größerer Unternehmen bestehen, denen bessere finanzielle oder technische Möglichkeiten, mehr Personal und ein größeres Vertriebsnetz als der Gesellschaft zur Verfügung stehen. d) Risiken bei der Personalbeschaffung Der Erhalt eines qualifizierten Mitarbeiterstamms ist Voraussetzung für das Unternehmen. Die Gesellschaft benötigt für ihre Produktion und vor allem für ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit hochqualifizierte Mitarbeiter. Nicht oder nicht kurzfristig zu besetzende Stellen können einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben. e) Prozessrisiko durch neue Fertigungsverfahren und Fertigungsanlagen Während der Einführung oder Änderung von Fertigungsverfahren und Fertigungsanlagen ist unter Umständen kurzfristig mit einem erhöhten Ausbeute- und Qualitätsrisiko zu rechnen. Erfahrungsgemäß benötigen neue Fertigungsverfahren einige Zeit, bis sie vollständig stabil laufen. f) Wechselkursrisiko Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 32,9 % der Umsätze in Fremdwährungen, überwiegend in US-Dollar (25,5 %) und Chinesischen Renminbi Yuan (4,4 %), abgewickelt. Der Hauptanteil des Umsatzes wurde somit in EURO fakturiert. Durch zukünftige Fluktuationen von Fremdwährungen ist nicht auszuschließen, dass Änderungen der Wechselkursraten einen materiellen Nachteil auf den Geschäftsverlauf, die finanziellen Bedingungen oder das Ergebnis haben werden. g) Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagement wird zentral von den Coherent Vertriebsgesellschaften durchgeführt und basiert u. a. auf Einzelfallprüfungen der Kunden. Neben der Beurteilung der Kreditwürdigkeit durch die Vertriebsgesellschaften erfolgt die Abwicklung über Anzahlungen, Letter-of-credits oder Bürgschaften. Ausfall- und Zahlungsstromänderungsrisiken betreffend Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund der guten Bonität dieser Unternehmen als gering einzuschätzen. Die Verkäufe werden größtenteils in Euro abgewickelt. Risiken, die aus Fremdwährungsgeschäften resultieren, werden von der Konzernzentrale in den USA gemanagt und bei Beschaffungs- und Absatzvorgängen der Gesellschaft berücksichtigt. h) Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft hat neben den Avalkreditlinien keine eigenen Bankkreditlinien. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Coherent Konzerns. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, so dass der Gesellschaft anfallende Verluste ausgeglichen werden. Der Ergebnisabführungsvertrag ist zum Datum dieser Berichterstattung nicht gekündigt. Die entsprechenden Liquiditätszuflüsse sind in der von uns erstellten Liquiditätsplanung berücksichtigt. Die Gesellschaft finanziert sich durch Darlehen von verbundenen Unternehmen, die kurzfristig auf Anforderung des Darlehensgebers fällig gestellt werden können. Nach der von uns aufgestellten Liquiditätsplanung ergeben sich für den Prognosezeitraum operative Verluste, die mit Liquiditätsabflüssen verbunden sind. Diese Liquiditätsabflüsse sowie eventuelle Darlehensrückzahlungen an verbundene Unternehmen können nicht vollständig aus den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln der Gesellschaft und den Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gedeckt werden. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung durch die Coherent Corp., Santa Clara, USA, abhängig. Die mittelbare Gesellschafterin hat mit Datum vom 15. Januar 2025 zugunsten der DILAS Diodenlaser GmbH, Mainz, eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach sich die Coherent Corp. unwiderruflich bis 15. Januar 2026 verpflichtet, die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die diesbezügliche Abhängigkeit stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. i) Sonstige Risiken Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit den deutschen Behörden über eine Export Compliance Angelegenheit. Auf Basis der von uns freiwillig übergebenen Informationen haben die deutschen Ermittlungsbehörden, vermutlich Ende 2018, Ermittlungen gegen vier ehemalige Mitarbeiter von DILAS eingeleitet, darunter einen der ehemaligen Geschäftsführer von DILAS. Die Ermittlungen betreffen bis zu 44 Fälle im Zeitraum von Oktober 2015 bis Februar 2018 mit einem Gesamtverkaufswert von ca. EUR 1.200.000. Sollten (i) die Ermittlungen Verstöße gegen Exportkontrollvorschriften bestätigen und (ii) einer der ehemaligen Mitarbeiter von DILAS in einem Hauptverfahren wegen Verstoßes gegen die Exportkontrollvorschriften verurteilt werden, sehen wir ein hohes Risiko, dass das zuständige Gericht die Einziehung der Erlöse aus den damit verbundenen Geschäften gegenüber DILAS anordnen wird (in der Regel der betroffenen Umsatzerlöse). Darüber hinaus könnte die Staatsanwaltschaft oder das zuständige Gericht auch Geldbußen gegen DILAS verhängen, wobei wir allerdings derzeit nicht erwarten, dass die Staatsanwaltschaft oder das zuständige Gericht gegen DILAS erhebliche Geldbußen verhängen wird. 6) Ausblick Die Dilas Diodenlaser GmbH hat erfolgreich neue Fertigungskapazitäten für zwei ihrer zentralen Produktlinien - MF-Module und Single Emitter - auf den Philippinen etabliert. Dieser Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der globalen Produktionsstrategie des Unternehmens und unterstreicht die Bedeutung der Standortdiversifizierung. Die Serienproduktion an diesem neuen Standort wird planmäßig im Dezember 2024 aufgenommen. Im Rahmen der Fertigung wird die Nutzung der Technologie durch Lizenzgebühren geregelt, die an die Dilas Diodenlaser GmbH entrichtet werden. Gemäß dem vorläufigen Jahresabschluss nach HGB gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einen Umsatz von EUR 41,4 Mio. aus. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir aufgrund der derzeitigen Planungen einen Umsatz in Höhe von EUR 34,2 Mio. Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug der Personalbestand 319. Für 2024/2025 wird mit einem niedrigeren Personalbestand gerechnet. Der sich im vorläufigen HGB-Abschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 ergebende Jahresfehlbetrag beträgt EUR 13,3 Mio. Für 2024/2025 sieht die Planung einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 11,9 Mio. vor. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren ausreichende finanzielle Mittel vorhanden, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage war, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 wird mit einem leicht sinkenden Investitionsvolumen gerechnet.
Mainz, den 15. Januar 2025 DILAS Diodenlaser GmbH Die Geschäftsführung Dr. Markus Heinrich Klein, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Im Prüfungsbericht fasst der Abschlussprüfer die Ergebnisse seiner Arbeit insbesondere für jene Organe des Unternehmens zusammen, denen die Überwachung obliegt. Der Prüfungsbericht hat dabei die Aufgabe, durch die Dokumentation wesentlicher Prüfungsfeststellungen die Überwachung des Unternehmens durch das zuständige Organ zu unterstützen. Er richtet sich daher - unbeschadet eines etwaigen, durch spezialgesetzliche Vorschriften begründeten Rechts Dritter zum Empfang oder zur Einsichtnahme - ausschließlich an Organe des Unternehmens zur unternehmensinternen Verwendung. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“ in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Dieser Prüfungsbericht ist ausschließlich dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen der Organe des Unternehmens zu sein, und ist nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden, sodass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Prüfungsberichts und/oder Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach der Erteilung des Bestätigungsvermerks eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine gesetzliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer Informationen dieses Prüfungsberichts zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er diese Informationen für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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